Erschließung des Bergparks: denkmal- und besucherfreundlich

Als übergeordnetes Ziel der Erschließung steht fest, dass der Bergpark in seiner Einzigartigkeit vor allem zu Fuß zu erleben sein soll. Der motorisierte Verkehr wird nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Dabei bildet die Tulpenallee die Ausnahme. Sie wurde bereits Mitte des 18. Jahrhunderts angelegt und verläuft durch das Zentrum des Schlossareals: Sie erfüllt wichtige Erschließungs- und Verbindungsfunktionen und wird, dem historischen Vorbild folgend, zur „Parkstraße“ umgebaut. Das Besucherzentrum Wilhelmshöhe im sanierten Stationsgebäude und das Besucherzentrum am Herkules definieren die Hauptzugangsbereiche zum Park und übernehmen die Informations- und Versorgungsfunktion. Hier wird auch der Zielverkehr des öffentlichen und des ruhenden Verkehrs gebündelt. Mit dem Umbau der Parkplätze an Herkules und Ochsenallee wird der nachfrageorientierte Parkraum geschaffen. Erstmalig sollen die Besucherzentren durch eine neue Linie des ÖPNV direkt verbunden werden. Ein parkinternes Kleinbussystem mit umweltfreundlichem Elektroantrieb wird zukünftig mobilitätseingeschränkten Menschen die Möglichkeit bieten, mühelos vom Besucherzentrum Wilhelmshöhe bis zur Löwenburg und zur Kaskadenwirtschaft zu gelangen. Ein zweites Fahrzeug wird entsprechend der Nachfrage in kurzen Zeitrythmen das Schlossplateau anfahren.
Das Erschließungskonzept steht für zurückhaltende und flexibel einsetzbare Maßnahmen – eine Entscheidung, die den Bergpark vor baulichen Eingriffen schützt und ihn gleichzeitig für zukünftige Erschließungsanforderungen stärkt.





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