
Grundinstandsetzung des Herkulesbauwerks
Das Herkulesbauwerk hat wie kein anderes Baudenkmal der Stadt Kassel identitätsstiftende Bedeutung. Das auf dem Kamm des Habichtswaldes errichtete Monument ist von allen Standorten des Kasseler Beckens aus sichtbar. Für Kassel hat es die gleiche Bedeutung, wie der Dom für Köln, die Kaiserburg für Nürnberg, der Römer für Frankfurt oder die Frauenkirche für Dresden.
Die Instandsetzung wurde 2006 mit der Restaurierung der Herkulesfigur eingeleitet, die bis 2008 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. In mehreren Bauabschnitten erfolgt seitdem die Grundinstandsetzung und Restaurierung des monumentalen Oktogons und der östlich aufgesetzten Pyramide. Neben der statischen Ertüchtigung gefährdeter Bauteile steht dabei vor allem die Restaurierung und Konservierung des witterungsanfälligen Tuffsteinmauerwerks im Vordergrund. Die aktuellen Arbeiten stehen in der Tradition zahlreicher Sicherungsmaßnahmen des Bauwerks.
Seit seiner Errichtung musste das Denkmal immer wieder instand gesetzt und konstruktiv gesichert werden. Sein Bestand ist durch das gewählte Baumaterial, einen einheimischen, witterungsanfälligen Tuffstein, sowie einen kritischen Baugrund immer wieder gefährdet. Die exponierte Lage und seine offene Konstruktion machen den Bau anfällig gegenüber Witterungseinflüssen. Bedingt durch seine Konstruktion und das verwendete Baumaterial konnte und kann das Herkulesbauwerk nicht dauerhaft saniert werden. Mit den aktuellen Arbeiten wird jedoch abermals die Erhaltung des Denkmals für einen unbestimmten Zeitraum sichergestellt. Eine anschließende kontinuierliche Bauunterhaltung kann darüber hinaus die nächste turnusmäßige Instandsetzung um mehrere Jahrzehnte hinauszögern.
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